Sichern

Schmiere

Sichern

Dynamische Belastungen können zu einem selbsttätigen Lösen einer Schraubenverbindung führen. Die Ursache sind Relativbewegungen (z.B. Vibrationen) zwischen den verbundenen Komponenten senkrecht zur Achsrichtung der Schraube. Derartige Vorgänge gilt es zu vermeiden, um daraus resultierende Schadensfälle jeglicher Art zu präventiv zu Eleminieren. Darüber hinaus muss es durch konstruktiv einfache Maßnahmen möglich sein, ein vollständiges Auseinanderfallen der Schraubenverbindung auszuschließen. Das selbsttätige Losdrehen von Schraubenverbindungen wird durch Verklebung von Bolzen und Muttergewinde zuverlässig ausgeschlossen. Hierbei bleibt die eingesetzte Vorspannkraft abzüglich des Setzbetrages vollständig erhalten.

Klebesicherungen durch Mikroverkapselte Klebstoffe (reaktive Systeme)


Klebesicherungen sind stoffschlüssige Verbindungen zwischen Bolzen- und Muttergewinde. Sie verhindern, dass die aufgrund von Relativbewegungen zwischen den Komponenten entstehenden inneren Losdrehmomente wirksam werden können. Der Stoffschluss wird durch mikroverkapselte Klebstoffe erreicht, die nach Freisetzung und Mischung von Klebstoff und Härter eine chemische Reaktion (Polymerisation) hervorrufen und so die gewünschte Sicherungswirkung gemäß DIN 267, Teil 27 erreichen.

Klemmende Gewindesicherungen (nicht reaktive Systeme)


Klemmsicherungen sind reibschlüssige Verbindungen. In das Spiel zwischen Bolzen- und Muttergewinde wird über eine Beschichtung von Bolzen und/oder Mutter Kunststoff eingebracht, der beim Verschrauben eine hohe Flächenpressung (Reibschluss) und dadurch eine klemmende Wirkung erzeugt. Dadurch wird einem selbsttätigen Lösen stark entgegengewirkt und ein vollständiges Auseinanderfallen der Verbindung wird vermieden. Die Forderungen der DIN 267, Teil 28 werden erfüllt. Da klemmende Verbindungen die Gewindestruktur selbst nicht verändern, können sie gut bei Stellschrauben eingesetzt werden.

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